Süßeicheln in Maulwurfshaufenerde – Mitmach-Aktion

Süßeicheln – sie sind doppelt so groß wie unsere heimischen Früchte und stammen aus Nordamerika. Die Bäume, so genannte Bur-Eichen, sind besonders widerstandsfähig gegen Hitze und Trockenheit. Umwelt trifft Technik führt eine Pflanzaktion durch, an der sich Interessierte beteiligen können. Auf dem Bild: Cora Brandt (vorne) und Birgit Lutzer.

Auf einen Blick:

  • Auf einer Reise nach Spanien, um sich über die Begrünung von Wüsten zu informieren, erfuhr unsere Redakteurin Cora Brandt von Bur-Eichen, die in besonders heißen Regionen gedeihen
  • Diese Bäume könnten auch bei uns einen Mehrfachnutzen spenden als Regionalklimaverbesserer, Holzlieferanten und durch ihre essbaren Früchte
  • Von Umwelt-Kooperationspartnern erhielt sie vor einigen Wochen einen Beutel Süßeicheln
  • Cora Brandt pflanzte je fünf Eicheln in Töpfe, die sie mit Maulwurfshaufen-Erde und Eichenlaub füllte
  • Jetzt ist eine größere Mitmach-Aktion dieser Art geplant

In Nordamerika gibt es die so genannte „Bur-Eiche“ (lateinisch Quercus macrocarpa), die mit besonders gut mit heißem, regenarmem Klima klarkommt. Ihre Früchte sind doppelt so groß wie unsere heimischen Eicheln. Sie sind essbar und schmecken süß. Von diesen Bäumen hörte unsere Redakteurin Cora Brandt auf einer Spanien-Reise zur Halbwüste Tabernas.

Internationale Umwelt-Kooperation

Die Amshausenerin sagt: „Ich wollte mich dort bei Experten von Urban Street Forest informieren, wie Wüsten oder ausgetrocknete, überhitze Flächen renaturiert und wieder begrünt werden können.“ Vor einiger Zeit erhielt sie von ihren spanischen Umwelt-Kooperationspartnern auf dem Postweg ein Päckchen Bur-Eicheln.

Und plötzlich kam ein Päckchen mit Süßeicheln

Einige davon hat die Biologin als Samen in Töpfe gedrückt, die mit Maulwurfshaufen-Erde und Eichenlaub gefüllt sind. Denn darin wachsen die kleinen Eichen am besten. Sie möchte die Bäumchen größer ziehen und dann auf geeigneten Flächen aussetzen in der Hoffnung, dass sie hier gedeihen.

Maulwurfshaufen-Erde ist guter Pflanzboden

Sie erläutert, warum es ausgerechnet Erde von Maulwurfshaufen sein muss statt normaler Blumenerde. „Maulwürfe sind sehr nützliche Tiere. Sie graben dort, wo viele Organismen im Boden sind.“ Die Erde aus den Mini-Hügeln sei deshalb besonders näherstoffreich, stamme aus tieferen Schichten und sei bereits aufgelockert. Angemodertes Eichenlaub gehöre zu den natürlichen Bedingungen, unter denen die kleinen Bäumchen sonst aufwüchsen.

Größere Aktion mit Süßeicheln zum Mitmachen

Personen aus Steinhagen und Umgebung, die ebenfalls essbare Süßeicheln in Töpfen mit Eichenlaub und Maulwurfshaufen-Erde ziehen möchten, sollen sich bitte bis zum 15. Januar mit Angabe ihrer vollständigen Kontaktdaten in unserer Redaktion melden – am liebsten per E-Mail an redaktion@umwelt-trifft-technik.info oder per Telefon unter (0 52 04) 92 12 96. Die Daten werden nur für diese Aktion verwendet, an niemand weitergegeben und anschließend gelöscht. Cora Brandt wird eine der Interessierten-Zahl entsprechende Menge an Süßeicheln oder Setzlinge bestellen. In einigen Wochen erfolgt die gemeinsame Pflanzaktion mit Erläuterungen, zu der wir gesondert einladen. Zukünftig ist angedacht, ähnliche Projekte auch an Schulen durchzuführen. Ein erster Kontakt mit der Grundschule Amshausen ist bereits erfolgt. ( Birgit Lutzer )

15 Gedanken zu „Süßeicheln in Maulwurfshaufenerde – Mitmach-Aktion

  • 9. Januar 2021 um 16:49
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    Sollte jemand Bedenken haben wegen Frost-Empfindlickeit: die Bur-Eichen sind absolut winterhart. Die Stämme in ihrer Heimat erreichen bis zu 3m Stammdurchmesser, und die Pfahlwurzeln reichen sehr tief. Natürlich werden sie entsprechend hoch und breit. Und die Wurzeln brauchen nach unten und zur Seite entsprechend viel Platz.

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  • 9. Januar 2021 um 19:05
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    Ich und Bernd möchten Süßeicheln auch pflanzen.

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    • 9. Januar 2021 um 19:11
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      Super! Ich schreibe eure Namen auf die Liste und melde mich. Wir warten ab, wie viele Leute mitmachen möchten und besorgen dann die Eicheln oder Setzlinge. LG von Birgit

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      • 10. Januar 2021 um 10:31
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        Ich bin auch dabei!!! Eine tolle Aktion.

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        • 10. Januar 2021 um 10:46
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          Sehr gut. Ist notiert! 🙂

          Antwort
  • 9. Januar 2021 um 19:25
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    Finde die Idee ganz toll und würde gerne mitmachen. LG aus Halle/Hörste.

    Antwort
    • 9. Januar 2021 um 19:30
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      Sehr gerne! Wir notieren Ihren Namen und melden uns bei Ihnen! Viele Grüße und einen schönen Abend wünscht Birgit Lutzer

      Antwort
    • 9. Januar 2021 um 20:19
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      Die Idee finde ich super, ein Versuch ist es allemal Wert

      Antwort
      • 9. Januar 2021 um 20:28
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        Prima! Ist notiert und wir melden uns nach dem 15.1. Viele Grüße von Birgit Lutzer

        Antwort
    • 14. Januar 2021 um 18:52
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      Hallo. Ich hätte auch Interesse an einigen Süß Eicheln.

      LG

      Antwort
      • 14. Januar 2021 um 20:29
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        Prima! Wir melden uns Anfang nächster Woche per Mail, wie es weitergeht. LG von Birgit Lutzer

        Antwort
  • 10. Januar 2021 um 4:11
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    Möchte auch mitmachen… haben reichlich Maulwurfshügel und kann einige Bäume einpflanzen

    Antwort
    • 10. Januar 2021 um 9:37
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      Klasse! Wir melden uns, wie es weitergeht!

      Antwort
  • 1. Mai 2021 um 9:34
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    Guten Tag Fr. Dr. Lutzer
    ich habe heute einen Artikel in der Zeitung gelesen, dass sich die Grundschule Steinhagen am Bureichel-Projekt beteiligt. Deshalb meine Frage, ist es noch möglich an Bureicheln zu kommen?
    Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.
    Mit freundlichen Grüßen
    C. Wienke

    Antwort
    • 27. Juli 2021 um 14:08
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      Guten Tag Frau Wienke, ich habe Ihnen eine E-Mail geschrieben. Viele Grüße von Birgit Lutzer

      Antwort

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