Bäume steuern den Wasserkreislauf

Bäume gehören zu den Haupt-Regulatoren des Wasserkreislaufs. Und der ist wichtig für das Dürremanagement. Redakteurin Cora Brandt stellt in einer Reihe sieben Grundsätze vor, mit denen wir Trockenheit und Hitze begegnen können. Das erste Dürreprinzip betrifft Kreisläufe allgemein – vor allem den Wasserkreislauf.

Auf einen Blick:

  • Bäume bestimmen Wasserkreislauf und Klima maßgeblich
  • Falscher Umgang mit Pflanz-Flächen sorgt mit dafür, dass sich das Klimaproblem verstärkt
  • Es gibt viele Wege, Wasser zu nutzen und anschließend in den Kreislauf zurückzuführen
  • Privatmenschen, Firmen und die Landwirtschaft sind gefragt

Um mit Trinkwasser unsere Toiletten zu spülen, unseren Rasen zu bewässern, unsere Waschmaschinen laufen zu lassen, uns zu duschen, die Felder zu bewässern, graben wir immer tiefere Brunnen – und damit unseren Bäumen das Wasser ab. Denn so weit reicht keine Wurzel in die Erde hinein.

Kühlere und feuchtere Luft bildet Wolken, die dann weiterziehen, vom Meer ins Landesinnere. Ohne dass die vom Meer kommenden Wolken sich über Bäumen abregnen können und das Wasser dann vom Wurzelwerk und der Humusschicht aufgenommen und über die Blätter wieder abgegeben wird, kann keine kontinuierliche Kondensation und Weiterleitung des Wassers in Form von Wolken stattfinden.

Ohne Bäume fehlt die Klimaregulierung

Das Blätterdach kühlt die Luft und den Boden. Die Blätter erzeugen einen kontinuierlichen Sog. Ohne die Bäume wird die Luft so heiß. Und wenn keine Bäume für den Weitertransport des Wassers aus den Wolken sorgen, regnet es nicht oder zu wenig je weiter entfernt ein Landesteil vom Meer ist. Die Folge ist Dürre bzw. ein Wechsel zwischen jeweils starken Trockenzeiten und Regenzeiten.

Ein unterbrochener Kreislauf mit Folgen

Nackte Flächen entstehen oft zwischen Aussaaten in der Landwirtschaft oder auch in privaten Gärten, aber auch durch unbeschattete Straßen und durch nackte Dächer und Hausfassaden. Sie werden bei Sonneneinstrahlung heiß. Damit erhitzen sie das örtliche Klima. Wind und Starkregen sorgen dafür, dass wertvolle, CO2-bindende Bestandteile und Nährstoffe aus dem Boden gespült werden, und dass der Boden erodiert. Kommen dann Kunstdünger, Herbizide und Pestizide zum Einsatz, verhindern sie, dass der Boden sich auf natürliche Weise regenerieren kann. Anschließend wird wieder kostbares Trinkwasser zur Bewässerung ausgetrockneter, ausgelaugter Böden verschwendet. Das ist der falsche Weg.

Welche konkreten Schritte sind zu gehen?

Das Wichtigste ist die Regenwasser- und Abwasser-Rückgewinnung. Woher soll das Grundwasser sich regenerieren, wenn wir Regenwasser und Abwässer, zwar gereinigt in der Kläranlage, aber dann direkt in den nächsten Fluss leiten und damit ins Meer?

Regenwasser als Brauchwasser nutzen

Wir könnten Regenwasser auffangen und es gereinigt als Brauchwasser im Haushalt nutzen. Nach weiterer Reinigung sollte es wieder dem Boden direkt zugeführt werden, damit sich das Grundwasser wieder auffüllen kann. Das setzt allerdings voraus, dass die Reinigung direkt vor Ort sehr effektiv ist.

Es wäre sinnvoll, dass an alles, was in der Toilette oder in den anderen Abflüssen landet, hohe Ansprüche gestellt werden bezüglich Umwelt-Verträglichkeit. Dies sind zum Beispiel Kosmetika, Waschmittel, Toilettenreiniger, Putzmittel usw.. Kompost-Toiletten müssten gefördert werden. Statt Rasen könnten Gartenbesitzer trockenheitsrobuste Ersatz-Pflanzen einsetzen wie Quendel. Firmen müssten dafür gewonnen werden, effektives Wasser- Recycling zu betreiben, statt eigene Brunnen zu graben.

Wir müssen lernen, in Kreisläufen du denken und zu handeln. Das sind z. B. Wasserkreislauf, CO2- Kreislauf, Produkt-Kreisläufe; regenerative Landwirtschaft, Synergien … Kreisläufe statt Raubbau.

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